Bauernbluse

Bauernbluse und Nähfrust

Seit ich das Teach-yourself-to-sew-Heft vom Threads Magazine hatte, wollte ich so eine Bauernbluse machen, wie man sie auf dem Cover sieht. Oder wollte ich vielleicht das Heft gerade wegen der Bluse haben?

Die Anleitung sah ja auch super einfach aus: vier Quadrate, ein bisschen anschrägen für die Ärmelnaht… Aber wie das oft mit so super-simplen Anleitungen ist: der Teufel steckt im – fehlenden – Detail: wie genau muss ich die Rechtecke anschrägen, damit alles gut passt? Null Info dazu. Also ausprobiert, geschnippelt – und gescheitert. Irgendwie saß die Bluse nicht recht so, wie sie sollte, der Armausschnitt irgendwie zu tief und überhaupt… Frust!

Hier sieht sie eigentlich ganz okay aus, aber so richtig wohl habe ich mich darin nicht gefühlt😦

Aber meiner Mutter hat sie sofort super gefallen, und so hat sie mir die Bluse abgekauft. Auch ok. Sie hatte sie auch schon im Urlaub mit und dort viel getragen, also hatte die Sache doch noch ein gutes Ende. Und ein Stückchen von dem schönen Stoff ist auch noch da, so dass ich mir vielleicht noch was Nettes daraus werkeln kann (Sorbetto?).

Wie ist das bei euch bei frustigen Näherlebnissen: landen die Teile dann ganz hinten im Schrank, weil ihr nicht mehr an das Näh-Fiasko erinnert werden wollt? Oder tragt ihr sie mit Jetzt-erst-recht-Attitüde, gerade weil ihr euch abgequält habt und es so viel Mühe gemacht hat, das Stück in einen „tragbaren“ Zustand zu bringen?

PS: Ich find Bauernblusen immer noch toll, aber beim nächsten Mal werde ichs entweder nach Katjas Tutorial versuchen oder mit der Refashion-Anleitung von Lex – mal gucken, wem ich ein Hemd abquatschen kann😉

3 thoughts on “Bauernbluse

  1. Oh ist das frustrierend, kann ich nachvollziehen. Für mich sieht es aus, als wäre die Bluse obenrum einfach zu groß. Red dir doch einfach ein, dass du sie von Anfang an für deine Mum gemacht hast.

    Bei mir ist es so teils teils, manche Sachen näh ich nochmal um, andere, vor allem die, wo es zuviel Arbeit macht noch was zu verändern, landen im Schrank. Natürlich mit dem Vorsatz sie nochmal zu tragen, wandern aber dann doch immer weiter nach hinten. Hm, das erinnert mich an einen Sommerrock vom letzten Jahr. Ich geh mal suchen…

    Lg Sarah

  2. Die missglückten Sachen landen bei mir meist hinten im Schrank, wo sie erst einmal herumliegen müssen. Manche davon hab ich aber schon recycelt, also einfach wieder zerschnitten und was anderes – z.B. für meine Tochter – draus genäht…
    LG, Steffi

  3. Da die Bluse deiner Mutter ja so gut gefällt, ist es wenigstens nur halb ärgerlich – aber richtig ärgerlich finde ich eigentlich, wenn solche Spezialhefte oder Anleitungen extra für Anfänger dann mit solchen Schnitten arbeiten, die keine sind. Als ob ein Nähanfänger auf jeden Fall damit überfordert wäre, z. B. einen Abnäher zu nähen. Da sind die Ergebnisse dann zwangsläufig subobtimal, sehen eben „wie selbstgenäht“ aus, was die Motivation nicht unbedingt steigert, und es setzt sich noch die Meinung fest, dass Abnäher oder Reißverschlüsse oder alles, was über das Zusammennähen von Rechtecken hinausgeht, viel zu schwierig wäre.
    Danke auch für den Link zur Hemd-Refashion. Da könnten die Ärmel oben zwar auch zu weit sein, abe man kann ja noch Seiten- und Ärmelnähte enger nähen und allgemein ein bißchen herumexperimentieren, ohne schönen Stoff zu verschwenden. Bei Fehlschlägen versuche ich übrigens immer noch, den Stoff für irgendwasanderes zu retten. das Teil hängt dann bisweilen sehr lange im Schrank, ehe es für etws anderes zerschnitten wird.

    viele Grüße!

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s